ORF-Protektionskinder sind auch die „Strippenzieher“ des Christkindlmarktes am Spittelberg

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Quelle: Unzensuriert

ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz (re.) verwöhnt Pius Strobl (li.) und seine Frau Eva Pölzl mit Konsulentenverträge und fürstlichem Pauschalgehalt. Foto: Franz Johann Morgenbesser / Wikimedia (CC BY-SA 2.0)

ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz (re.) verwöhnt Pius Strobl (li.) und seine Frau Eva Pölzl mit Konsulentenverträge und fürstlichem Pauschalgehalt.
Foto: Franz Johann Morgenbesser / Wikimedia (CC BY-SA 2.0)

Die unverschämte und offenkundige Vetternwirtschaft beim ORF ist nicht neu. Dennoch gibt es immer wieder Fälle, die einen GIS-Gebührenzahler nur noch ins entsetzte Staunen versetzen. Etwa die wahre Geschichte, dass der nach einer „Abhöraffäre“ zurückgetretene Ex-Kommunikationschef des ORF, Pius Strobl, und dessen Frau Eva Pölzl von Generaldirektor Alexander Wrabetz mit hoch dotierten Jobs versorgt werden. Die investigative Digitalzeitung Fass ohne Boden hat die Protektionskinder des ORF nun auch als „Strippenzieher“ des Christkindlmarktes am Spittelberg entlarvt.

Wenig Transparenz bei 500.000 Euro Umsatz

Fass ohne Boden wirft dem Obmann vom Kulturverein Forum Spittelberg, Pius Strobl, und der Schriftführerin, Eva Pölzl, vor, bei einem geschätzten Umsatz von ungefähr 500.000 Euro wenig Transparenz walten zu lassen. Seit mehr als 20 Jahren richtet der Verein den Weihnachtsmarkt am Spittelberg im siebenten Wiener Gemeindebezirk aus – und laut Fass ohne Boden nicht immer zur Freude der Anrainer:

Niemand ist zufrieden. Es gleicht einer Diktatur. Es ist die Verstrickung von Politik und Wirtschaft.

Auch Grüner Obmann in Christkindlmarkt involviert

Wie verstrickt die durch den ORF-Nepotismus erstarkte Familie Strobl mit der Politik ist, zeigt die Tätigkeit von Michael Schmid im Kulturverein. Der Wiener Obmann der Grünen Bildungswerkstatt ist offiziell Sekretär, will sich laut Fass ohne Boden aber lieber als Organisator des Christkindlmarktes bezeichnen lassen. Pius Strobl selbst ist ja Mitbegründer der Partei „Die Grünen – Die Grüne Alternative“.

Die frühere Heimatpartei von Alexander Van der Bellen entsandte Strobl in den ORF-Stiftungsrat, wo er 2006 maßgeblich an der Wahl von Alexander Wrabetz zum ORF-Generaldirektor beteiligt war. Dafür bedankte sich Wrabetz bei Strobl mit dem Posten des Kommunikationschefs im ORF. Allerdings trat Pius Strobl mit tränenerstickter Stimme 2010 zurück, als es einen Riesenwirbel um abgehörte Gespräche am Rande einer Sitzung des ORF-Stiftungsrates gab.

Gut dotierte Konsulentenverträge

Allerdings nur formal, wie sich bald herausstellen sollte. Strobl bekam daraufhin gut dotierte Konsulentenverträge. So kümmerte er sich um den Chipkarten-Austausch für den verschlüsselten Empfang des ORF-Programms und die Kooperation mit Kabelnetz-Betreibern. Dann verantwortete Strobl einen Teil der Organisation des Song Contests. Und schließlich bestimmte ihn Wrabetz zum Projektmanager für die Sanierung und den teilweisen Neubau des ORF-Zentrums am Küniglberg.

Im Oktober wunderten sich die ORF-Mitarbeiter, als sie über das Generaldirektorbüro ein Schreiben über eine konzernweite Raucherzonen-Regelung bekamen. Unterschrieben wurde diese „interne Mitteilung“ nämlich nicht von Wrabetz, sondern von Pius Strobl.

Fürstliche Entlohnung mit Pauschalgehalt

Auch die Frau von Pius Strobl, Eva Pölzl bekam mit 1. März 2016 einen tollen „Dienstvertrag“ für die Moderation der Sendung „Guten Morgen Österreich“. Fass ohne Boden veröffentlichte einen Auszug aus dem ORF-Vertrag von Eva Pölzl und kommentierte ihn so:

Der Monatsbezug brutto erfolgt nicht, wie im Sondervertrag festgehalten, in der Höhe von 3.860,30 EUR, sondern wird fürstlich mit einem Pauschalgehalt von 8.928 EUR entlohnt.

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