Wrabetz‘ Dank: Eine irre Belangsendung für den reichen ORF-Stitungsrat Hans Peter Haselsteiner

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Quelle: Unzensuriert

Hans Peter Haselsteiner scheint alle umarmen zu wollen, die ihm womöglich geschäftliche Vorteile bringen könnten. Foto: Manfred Werner - Tsui / Wikimedia (CC BY-SA 3.0)

Hans Peter Haselsteiner scheint alle umarmen zu wollen, die ihm womöglich geschäftliche Vorteile bringen könnten.
Foto: Manfred Werner – Tsui / Wikimedia (CC BY-SA 3.0)

Im ORF passieren Dinge, die in anderen westlichen Staatssendern völlig unmöglich wären. Zuletzt schreckten die Macher am Küniglberg nicht einmal davor zurück, dieEhefrau von VdB-Wahlkampfleiter Lothar Lockl, Claudia Reiter, zur Nachfolgerin von Ingrid Thurnher als „Im Zentrum“-Moderatorin zu machen, obwohl letztere sich durch eine tendenziöse Hofer-„Recherche“ (Israel/Tempelberg-Besuch) disqualifiziert hatte, wie etwa die Kronen Zeitung berichtete. Aber auch sonst zeigen Wrabetz & Co. ganz offen, für wen das rot-grüne Herz des ORF schlägt.

Zitat von Rockefeller „gestohlen“

Da traute man seinen Augen nicht, als am 5. Oktober in ORF2 plötzlich eine Art Belangsendung für den Bau-Multi Hans Peter Haselsteiner unter dem Titel „Luxus und mehr“ gesendet wurde. Darin durfte der reiche Mann hemdsärmelig erklären, warum er so ein guter Mensch sei und Geld für Sozialprojekte und Kunst zur Verfügung stelle. Sogar zu einem Rockefeller-Zitat ließ sich der Millionär hinreißen:

Es ist keine Schande, reich zu werden, aber eine Schande, reich zu sterben.

Sorgen um den Mann, der nach dem Tod seines Schwiegervaters 1974 dessen Unternehmen Strabag übernahm, braucht man sich nach dieser Aussage nicht zu machen. Haselsteiner hat seinen Reichtum gut geparkt, wie er dem mittlerweile eingestellten Wirtschaftsblatt bereits 2012 erzählte.

Plakatkampagne gegen Hofer schürte Hass

Warum aber musste Haselsteiner unbedingt diesen Fernsehauftritt bekommen? Wollte der ORF den Unternehmer mit dieser peinlichen Selbstdarstellung den Zuschauern als „Super-Gutmenschen“ verkaufen, der ja so viel Gutes tut? Vielleicht gefiel es dem ORF auch nur, dass Haselsteiner mit einer zweifelhaftenPlakatkampagne gegen Präsidentschaftskandidat Norbert Hofer Hass schürte?

Sogar der Standard kritisierte den TV-Auftritt von Haselsteiners, schrieb vom „Stil einer Belangsendung“ und fragte sich:

Abgesehen davon, dass man sich fragt, wer unter den Programmmachern sich eine Luxussendung in Zeiten hoher Arbeitslosigkeit einfallen lässt, bleiben noch andere Fragen offen, etwa: Warum erwähnte man beim Aufzählen aller guten Taten Haselsteiners nicht auch, dass der Mann ORF-Stiftungsrat ist? Hat man wahrscheinlich vergessen. Wen interessiert das schon? Oder dass er für den wiedergewählten Generaldirektor Alexander Wrabetz gestimmt hat?

Eigene Sendung für Stiftungsrat

Ja, tatsächlich. Haselsteiner bestimmt als Stiftungsrat mit, wer ORF-Generaldirektor ist. So wie auch der Arzt der Nation, Dr. Siegfried Meryn, ebenfalls Stiftungsrat im ORF, der schon vor der Generaldirektorswahl sogar eine eigene Sendung mit dem Titel „Meryns Sprechzimmer“ auf ORF III bekam. Wrabetz sagte im Zuge des Wahlkampfes im ORF, dass er eines besonders gut könne, nämlich Stimmen für sich zu gewinnen. Wie er es macht, sehen wir jetzt im Fernsehen.

„Messias“ Haselsteiner unterstützte schon Jörg Haider

Dass Alexander Wrawetz den ORF-Stiftungsrat Haselsteiner in einer eigenen Sendung als „guten Menschen“ darzustellen versuchte, war eine ziemlich peinliche Angelegenheit. Mag schon sein, dass Wrabetz in dem Mann, der zuerst Jörg Haider unterstützte, dann das Liberale Forum der Heide Schmidt, dann die Neos und zuletzt den Grünen Kandidaten Alexander Van der Bellen, eine Art Messias sieht. In erster Linie aber deshalb, weil er ihn wieder zum Generaldirektor des ORF machte.

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