Altes Zollgebäude Wien: 290 Tonnen Asbest müssen entsorgt werden

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Quelle: Unzensuriert

Schleusensysteme sollen gegen Asbestverseuchung helfen. Foto: Gnude / Wikimedia (CC BY-SA 3.0)

Schleusensysteme sollen gegen Asbestverseuchung helfen.
Foto: Gnude / Wikimedia (CC BY-SA 3.0)

Eine echte Umweltbombe wird derzeit in Wien-Landstraße entschärft. Es handelt sich um das asbestverseuchte sogenannte Alte Zollgebäude in der Schnirchgasse. Wie eine parlamentarische Anfrage an Sozialminister Alois Stöger (SPÖ) durch die FPÖ-Gesundheitssprecherin Dagmar Belakowitsch-Jenewein ergeben hat, müssen nicht weniger als 290 Tonnen Asbest aus dem Baukörper entsorgt werden. Laut dem Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz (BMASK) handelt es sich dabei um 160 Tonnen an Asbestzement (verfestigte Menge), weitere ca. 90 Tonnen verunreinigte Mineralfaserabfälle sowie ca. 40 Tonnen Asbestabfälle und Asbeststaub.

Die Entsorgung verläuft unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen, wie aus derAntwort des BMASK ans Parlament zu entnehmen ist:

Folgende Maßnahmen wurden gem. § 27 Grenzwerteverordnung 2011 (GKV 2011) für die Sicherheit und den Gesundheitsschutz der Arbeitnehmer getroffen:

  • Kennzeichnung der Arbeitsbereiche,
  • Abgrenzen, Abschotten der Arbeitsbereiche bzw. Errichtung von Sanierungszonen (Schwarzbereiche),
  •  Aufbau von Schleusenanlagen mit entsprechender Dusche für die Arbeitnehmer und Materialschleusenanlagen
  • Errichtung von Unterdruckhalteanlagen mit entsprechenden Filterkästen und einer digitalen Unterdrucküberwachung, Absaugung der gereinigten Luft aus dem Arbeitsbereich ins Freie
  • Bereitstellung und Verwendung von Schutzkleidung und Vollmasken mit motorunterstützten Filtergeräten (P3) durch die Arbeitnehmer
  • Durchführung der ärztlichen Eignungs- und Folgeuntersuchungen
  • nach Durchführung der Asbestsanierungsarbeiten zur Gewährleistung der Asbestfreiheit ist eine Freimessung vorgesehen.

Giftiges Zollamts-Asbest wird in Schwadorf endgelagert

Der Abbau des giftigen Baustoffs ist aber nur der erste Teil dieser umweltpolitischen Entschärfungsaktion. Anschließend erfolgt die Verbringung der Giftstoffe in eine Deponie in Schwadorf/Niederösterreich, wo diese laut BMASK endgelagert werden sollen:

Der abgebaute Asbest wird außerhalb des Gebäudes, im Baustellenbereich, in bereitgestellten Stahlcontainern zum Abtransport zwischengelagert. Der Spritzasbest bzw. Asbeststaub ist bereits mit Zement verfestigt, die Asbestabfälle sind mit Restfaserbindemittel behandelt, verpackt und gekennzeichnet. Die gesamten Asbestabfälle werden in der Deponie „ABR – Abfall Behandlung und Recycling GmbH“ in Schwadorf endgelagert.

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