Unverständnis in der Bevölkerung: Beamte bekommen Mittagspause bezahlt

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Quelle: Unzensuriert

Beamte dürfen nun ganz offiziell ihre Mittagspause samt dazugehörigem Kaffee in der Dienstzeit genießen. Foto: Groume / flickr (CC BY-SA 2.0)

Beamte dürfen nun ganz offiziell ihre Mittagspause samt dazugehörigem Kaffee in der Dienstzeit genießen.
Foto: Groume / flickr (CC BY-SA 2.0)

Fragt ein Beamter den anderen: „Wieso meckern die Leute eigentlich immerzu über uns, wir tun doch gar nichts?“ Über keine andere Berufsgruppe gibt es so viele Witze wie über Beamte. Ihr Image ist nicht gerade das beste. Dazu hat nun auch noch der Verwaltungsgerichtshof (VwGH) beigetragen, der am Mittwoch bestätigte, dass den Bundesbeamten eine bezahlte Mittagspause zusteht.

Beamteter Postler klagte

Die Höchstrichter stellten also nach einer Klage eines beamteten Postlers klar, dass die Ruhepause der Beamten bezahlte Arbeitszeit ist. Im Gegensatz zu allen anderen Berufsgruppen, die ihre Mittagspause unbezahlt in ihrer Freizeit machen müssen. Die Entscheidung des VwGH sorgte am Mittwoch für großes Unverständnis in der Bevölkerung, die sich wunderte, dass gerade in einer Zeit, in der sich alle um Gleichstellung bemühen, solche Unterschiede gemacht werden.

Salzburger Bedienstete wollen auch Mittagspause im Dienst machen

Besonderen Wirbel hat die Nachricht der Höchstrichter aber in Salzburg ausgelöst. Dort forderten Gewerkschafter prompt auch für den dortigen öffentlichen Dienst die bezahlte Mittagspause ein,berichtet die Presse:

Das Beamtendienstrecht werde in Salzburg noch anders ausgelegt, im Vergleich zu anderen Ländern und zum Bund sei das nun unhaltbar. Beim Land reagierte man ebenso prompt – und stellte gegenüber der APA klar, diesem Wunsch nicht nachkommen zu wollen. Er denke nicht, dass es in Österreich Verständnis dafür gebe, dass öffentlich Bedienstete die Mittagspause im Dienst konsumieren können, Mitarbeiter in der Privatwirtschaft aber nicht, sagte Landesrat Josef Schwaiger.

Damit dürfte der Landesrat die Meinung in der Bevölkerung wohl gut einschätzen. Es wird kaum jemand außerhalb der Beamtenriege zu finden sein, der eine Erweiterung des Beamtenprivilegs für eine ausgezeichnete Idee hält.

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