Dänische Weihnachtsenten werden allesamt „halal“ geschlachtet

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Quelle: Unzensuriert

Die traditionelle dänische Weihnachtsente: Das letzte, was sie vor ihrem Tod zu hören bekam, war ein islamisches Gebet. Foto: Roger W / flickr (CC BY-SA 2.0)

Die traditionelle dänische Weihnachtsente: Das letzte, was sie vor ihrem Tod zu hören bekam, war ein islamisches Gebet.
Foto: Roger W / flickr (CC BY-SA 2.0)
Was hierzulande die Gans oder der Truthahn, ist dem Dänen zu Weihnachten die Ente. Für insgesamt neun Jahre mussten die Tiere in Schlachthöfe nach Polen, Deutschland oder in den Niederlanden gebracht werden, weil es in Dänemark keinen geeigneten Betrieb gab. Heuer ist das endlich wieder anders, dafür trüben islamische Schlachtvorschriften den weihnachtlichen Genuss.

Wie die Zeitung Jyllands Posten berichtet, werden die dänischen Enten nämlich allesamt „halal“ – also nach islamischen Vorschriften – geschlachtet. Zwar werden sie betäubt, ehe ihnen die Kehle durchgeschnitten wird. Jeden Tag zu Beginn der Schlachtung und nach jeder Pause spricht jedoch ein muslimischer Mitarbeiter ein Gebet und ein Imam überwacht regelmäßig den Vorgang, wie der Leiter der Entenproduktionsfirma schildert.

Hühner aus Dänemark für den Nahen Osten

Auf dieselbe Art werden in Dänemark auch sämtliche Hühner geschlachtet. Diese werden mehrheitlich im Nahen Osten verkauft. Anders die Enten: Hier ist Dänemark der Primärmarkt. Dennoch wird halal geschlachtet, weil diese Methode laut Unternehmen „die beste“ sei.

Martin Henriksen, Integrationssprecher der patriotischen Dänischen Volkspartei, übt Kritik: Er fordert zumindest so viel Respekt vor der dänischen Tradition, dass die Konsumenten zwischen dänisch hergestellten Weihnachtsenten und zu einem muslimischen Gebet geschlachteten Tieren wählen dürfen.

Halal wird „vom Tierschutz empfohlen“

Obwohl Kritiker auch befürchten, dass das Betäubungsmittel gelegentlich nicht wirken könnte und die Tiere beim Ausbluten daher Schmerzen erleiden müssen, tragen die dänischen Enten neben dem Halal-Zertifikat auch ein Etikett mit der Aufschrift „Vom Tierschutz empfohlen“. Der dafür verantwortliche Verein sieht gegenüber Jyllands Posten „keine spezifischen Tierschutzfragen“, wenn die Tiere betäubt seien.

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