Bank Austria: Mega-Kahlschlag bei Filial-Netz in Österreich

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Quelle: Unzensuriert

Kahlschlag: Bank Austria reduziert Filialnetz und gibt Betriebspensionen ab. Foto: Maester Aemon/Wikimedia(CC BY-SA 3.0)

Kahlschlag: Bank Austria reduziert Filialnetz und gibt Betriebspensionen ab.
Foto: Maester Aemon/Wikimedia(CC BY-SA 3.0)
Das Eigentümerinstitut UniCredit hat der Tochter Bank Austria offensichtlich einen harten Sparkurs auferlegt. Rund 300 Millionen Euro soll die Bank Austria bis 2018 einsparen. Diese Einsparungsziele sollen laut Bank Austria-Chef Willibald Cernko mit einem Mega-Kahlschlag beim Filialnetz in Österreich umgesetzt werden. Nicht weniger als 70 der aktuell 190 Bank-Filialen sollen geschlossen werden. Diese radikale Reduktion der Bankfilialen soll vor allem die Ballungsräume treffen. Dabei steht die Bundeshauptstadt Wien ganz oben auf der Agenda dieser Filial-Reduktion. Allein 81 der derzeit 190 Filialen befinden sich nämlich in Wien, gefolgt von 31 in Niederösterreich und 24 in der Steiermark.

Will man das Einsparungsziel erreichen,  dann wird man vor allem in diesen drei Bundesländern mit insgesamt 135 Filialen die Sense auspacken müssen.  Offiziell will man das alles ohne Kündigungen schaffen, – wie das gehen soll, ist allerdings noch unbekannt. Auch Sozialminister Rudolf Hundstorfer(SPÖ) wusste bisher nicht, welche Auswirkungen das auf die Mitarbeiter haben wird. 

Sozialversicherungsträger Bank Austria wird eingespart

Dass es in diesem Fall auch zu einer Zusammenlegung der Sozialversicherungsträger kommen kann, wenn es die ökonomischen Umstände verlangen, zeigt die Neuordnung der Betriebspensionen der Bank Austria. So sollen die Pensionsansprüche der Bank Austria-Mitarbeiter im 1. Quartal 2016 in die Pensionsversicherung (PVA) übertragen werden. Aktuell sind bei der Bank Austria noch fünf Milliarden Euro an Pensionsansprüchen geparkt. Laut der Tageszeitung Standard sollen die PVA und das Sozialministerium dieser Übertragung bereits zugestimmt haben.

Für politische Beobachter agieren Hundstorfer und Co. hier jedenfalls wieder einmal mit „gespaltener Zunge“. Was bei der immer noch SPÖ-nahen Bank Austria geht, ist für das gesamte Sozialversicherungswesen immer noch ein Tabu: Eine Zusammenlegung der verschiedenen Anstalten.

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