Der Witz des Jahres: Ökonomie-Nobelpreis für Kanzler Faymann

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Quelle: Unzensuriert

Werner Faymann sei ein im Allgemeinen stark unterschätzter Politiker, der seine wirtschaftspolitische Brillanz gern hinter der Maske bescheidener Volksverbundenheit verbirgt, schreibt Kolumnist Christian Ortner nicht ohne Ironie. Foto: SPÖ Presse und Kommunikation/ flickr (CC BY-SA 2.0)

Werner Faymann sei ein im Allgemeinen stark unterschätzter Politiker, der seine wirtschaftspolitische Brillanz gern hinter der Maske bescheidener Volksverbundenheit verbirgt, schreibt Kolumnist Christian Ortner nicht ohne Ironie.
Foto: SPÖ Presse und Kommunikation/ flickr (CC BY-SA 2.0)

Der schwedische Erfinder Alfred Nobel, nach dem die seit 1901 vergebenen Nobelpreise benannt sind, würde sich wahrscheinlich im Grab umdrehen, käme der österreichische Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) tatsächlich zu der Ehre, den Ökonomie-Nobelpreis verliehen zu bekommen. Im Testament von Alfred Nobel findet sich allerdings gar kein Preis für wirtschaftliche Höchstleistung, der so genannte „Alfred-Nobel-Gedächtnispreis für Wirtschaftswissenschaften“ wurde erst 1968 von der Schwedischen Reichsbank zur ihrem 300-jährigen Bestandsjubiläum gestiftet und wird seither gemeinsam mit den Nobelpreisen am 10. Dezember vergeben.

Wirtschaftlicher Titan der SPÖ

Feststeht, dass Werner Faymann dieses Jahr nicht unter den Kandidaten für einen Nobelpreis ist. Doch wer weiß, was die Schweden im nächsten Jahr vorhaben. Der Vorschlag, Werner Faymann den Ökonomie-Nobelpreis zu verleihen, stammt vom Wiener Autor und Kolumnisten Christian Ortner, dem Leiter von Ortneronline. Das Zentralorgan des Neoliberalismus. In seinem Gastbeitrag in der Presse erhob Ortner den Kanzler nicht ohne Ironie zum wirtschaftspolitischen Titanen:

Werner Faymann ist ein im Allgemeinen stark unterschätzter Politiker, der seine wirtschaftspolitische Brillanz gern hinter der Maske bescheidener Volksverbundenheit verbirgt. Aber gelegentlich kann auch er nicht ganz vermeiden, den genialen Weltökonomen kurz aufblitzen zu lassen. Etwa Anfang dieser Woche, als er im Zuge der parlamentarischen Debatte zum Budget 2016 mit dem Satz, die Republik Österreich verfüge über „stabile Finanzen“, ein geradezu visionäres ökonomisches Theoriegebäude enthüllte. Wie immer dankte es ihm eine ignorante Öffentlichkeit nicht einmal annähernd so, wie es angemessen gewesen wäre.

Langfristig von der Pleite bedroht

Des Kanzlers Diktum von den „stabilen Finanzen“ würde wohl eher den österreichischen Kabarettpreis als den Ökonomie-Nobelpreis verdienen. Denn wenn jemand, wie der österreichische Staat um fünf Milliarden jährlich mehr ausgibt als er einnimmt und die Differenz durch neue Schulden bedecken muss, kann wohl keiner – außer Faymann – ernsthaft über „stabile Finanzen“ sprechen. Sondern wohl eher davon, dass der Staat langfristig von der Pleite bedroht ist. So kommt Ortner in seinem Kommentar auch zum Fazit:

Diesen Zustand als „stabile Finanzen“ zu definieren, gibt Zeugnis von der zukunftsweisenden Problemlösungskapazität des Kanzlers. Die Schulden quasi in ihr Gegenteil umzudefinieren und zum Stabilitätsanker zu erklären – das ist Dialektik vom Feinsten.

Kalte Progression macht Steuerzahler ärmer

Die meisten Österreicher leben mit der immer bedrohlicher werdenden Finanzsituation anscheinend noch sorglos. Ihnen wurde ja sogar eine Reduktion der Steuerlast versprochen, die ihnen die viel gepriesene Steuerreform bringen soll. Heißt: Künftig sollen sie mehr Netto vom Brutto im Geldbörsel haben. Ökonomie-Titan Faymann musste sich aber nun, nachdem er die gleichlautenden politischen Zwischenrufe von FPÖ-Parteichef HC Strache noch abwehren konnte, von der Statistik Austria vorrechnen lassen, dass sein visionäres wirtschaftliches Denken einen Schönheitsfehler hat und da hat er ein Problem: Jedes Jahr steigen die Gehälter und Löhne, weil ja schließlich das Leben auch teurer wird. Diese Inflation ist aber nicht in den Steuertarifen abgebildet. Die Steuersätze bleiben starr, scheren sich nicht darum, dass das Geld weniger wert wird. Diese kalte Progression macht die Steuerzahler ärmer, den Finanzminister aber freut’s.

Werner Faymann hat die Haare schön

Mit dem Ökonomie-Nobelpreis für Kanzler Werner Faymann schaut es also gar nicht gut aus. Internationale Ehre muss er sich anderswo erwerben. Das klappte schon einmal sehr gut – und zwar wählte ihn vor zwei Jahren die Online-Ausgabe des Magazins Vanity Fair unter den Top 10 der modebewusstesten „World Leader“. Das Magazin lobte weniger seine Anzüge als sein Haar: „Ein perfekter dichter, melierter Wald, den man sonst nur von Fotos auf Haarfärbe-Mitteln kennt“, heißt es da.

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