REWE nach Unzensuriert-Artikel in Bedrängnis: Kunden fordern zum Boykott auf

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Quelle: Unzensuriert

REWE kommuniziert nach außen gerne über die Unterstützung von Flüchtlingsprojekten, die deshalb erfolgte Absage der Zentralweihnachtsfeier wurde hingegen nur intern mitgeteilt. Foto: REWE Group / Robert Harson

REWE kommuniziert nach außen gerne über die Unterstützung von Flüchtlingsprojekten, die deshalb erfolgte Absage der Zentralweihnachtsfeier wurde hingegen nur intern mitgeteilt.
Foto: REWE Group / Robert Harson

Hohe Wellen schlägt seit gestern ein auf Unzensuriert.at veröffentlichter Artikel über den Supermarkt-Konzern REWE. Wir haben darin exklusiv ein internes Mail aus der Kommunikationsabteilung veröffentlicht, in dem die Mitarbeiter informiert wurden, dass aufgrund der „sozialen Verantwortung“ und dem damit verbundenen finanziellen Engagement zugunsten der Caritas-Flüchtlingshilfe dieses Jahr die zentrale Weihnachtsfeier ausfallen werde.

–> Rewe spendet Geld für Flüchtlinge und streicht Mitarbeitern Weihnachtsfeier

REWE und seine Marken – allen voran Billa – wurden in den sozialen Medien offenbar zahlreich mit dieser Enthüllung konfrontiert, verbunden mit der Ankündigung bzw. dem Aufruf, künftig dort nicht mehr einzukaufen. DerUnzensuriert-Artikel veranlasste den Lebensmittel-Multi nun zu einem Dementi, das allerdings am Inhalt unserer Veröffentlichung vorbeigeht.

In der von REWE als Antwort auf zahlreiche Facebook-Kommentare verbreiteten Botschaft heißt es:

Kein Mitarbeiter hat zugunsten der Flüchtlingshilfe auf einen Cent verzichten müssen – dass Weihnachtsgeld gekürzt oder gestrichen wurde, ist eine Falschmeldung. Wie jedes Jahr, können sowohl Filial-, als auch Zentralmitarbeiter Weihnachtsfeiern abhalten, die vom Betriebsrat unterstützt werden.

Nach einer beeindruckenden Welle der Hilfsbereitschaft im Sommer, in dem wir als großes Unternehmen und Lebensmittehändler auch von Mitarbeitern und Kunden allerorts aufgefordert wurden, mit Sach- und Geldspenden zu unterstützen, wurden in den vergangenen Wochen auch Stimmen laut, die unser Engagement kritisieren. Die Ängste der Bevölkerung in diesem Kontext, muss man natürlich ernst nehmen. Dennoch hat sich an unserer Überzeugung, den Menschen auf der Flucht helfen zu wollen und sie dabei zu unterstützen, dass Sie sich rasch in Österreich integrieren können, nichts geändert. Viele Grüße, dein REWE-Team

Assistierend zur Seite sprang sogleich die Online-Ausgabe der ZeitungÖsterreich, die daraus folgende – völlig wahrheitswidrige – Schlagzeile macht:„FPÖ-Plattform hetzt gegen Billa und Co.“

Dementi geht am Kern weit vorbei

Freilich wurde in unserem Artikel nicht behauptet, dass Mitarbeitern das Weihnachtsgeld gestrichen worden sei – das wäre ohnehin gesetzeswidrig. Wir bezogen uns lediglich auf folgenden Satz aus der Kommunikationsabteilung:

In Anbetracht der aktuellen Flüchtlingssituation hat sich die REWE International AG, die sich ihrer sozialen Verantwortung schon lange bewusst ist, dazu entschlossen, in diesem Jahr auf eine Zentralweihnachtsfeier zu verzichten.

Mitarbeiter müssen ihre Weihnachtsfeiern (indirekt) selbst zahlen

Dass REWE nun erklärt, von Mitarbeitern abgehaltene Weihnachtsfeiern würden vom Betriebsrat unterstützt, hat ebenfalls nichts mit der – von REWE nicht dementierten – Absage einer Zentralweihnachtsfeier zu tun. Es bedeutet im Klartext: Die Mitarbeiter dürfen ihre Weihnachtsfeiern selbst organisieren und (über die Betriebsratsumlage) auch selbst bezahlen.

REWE ist in Österreich mit den Marken Billa, Bipa, Merkur, Penny, ADEG und AGM vertreten.

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