Streit mit Gläubigern: Griechenland erhält Hilfsgelder vorerst nicht

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Die Gläubiger fordern, die Schwelle für die Pfändung von Immobilien überschuldeter Haushalte zu senken. Griechenland sträubt sich aber

Brüssel/Athen – Beim Treffen der Finanzminister der Eurozone am Montag wird es nach Angaben aus EU-Kreisen noch keine Freigabe für die Auszahlung weiterer Hilfsgelder an Griechenland geben. Gespräche während des Wochenendes hätten keine ausreichende Annäherung zwischen den Gläubigern und der griechischen Regierung gebracht, sagte ein EU-Vertreter am Montagfrüh.

Damit könne eine Tranche von zwei Milliarden Euro nicht ausgezahlt werden, hieß es. Die griechische Regierung sträubt sich demnach gegen die Gläubigerforderung, die Schwelle für die Pfändung von Immobilien überschuldeter Haushalte zu senken. Die zwei Milliarden Euro hätten eigentlich schon im Oktober ausgezahlt werden sollen. Geplant ist auch die Auszahlung einer weiteren Tranche von einer Milliarde Euro bis Ende des Jahres.

Auch Mindestpreis für Medikamente umstritten

Angesichts des drohenden Staatsbankrotts hatten sich die Euroländer und die linksgeführte griechische Regierung Mitte August auf ein neues Rettungspaket mit einem Volumen von bis zu 86 Milliarden Euro über die kommenden drei Jahre geeinigt. Es sieht eine Reihe von Auflagen und Reformen vor, die Griechenland erfüllen muss. Umstritten waren zuletzt neben der Pfändungsschwelle auch Mehrwertsteuererhöhungen auf den griechischen Inseln und bei privaten Bildungseinrichtungen sowie der Mindestpreis für Medikamente. (APA, 9.11.2015)

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