Voest wirft mittelfristiges Umsatzziel über Bord

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Der Verfall der Rohstoffpreise dämpft die Erwartungen für die Verkaufserlöse, der Konzern revidiert diese nach unten

Linz – Der börsennotierte Stahlkonzern Voestalpine kippt sein mittelfristiges Umsatzziel. „Schon alleine aufgrund des enormen Verfalls der Rohstoffpreise in den letzten Jahren werden wir den Umsatz nach unten korrigieren müssen“, sagte Konzernchef Wolfgang Eder in einem am Mittwoch veröffentlichten Interview der Nachrichtenagentur Reuters.

Bisher wollte das Unternehmen bis zum Geschäftsjahr 2020/21 (per Ende März) die Erlöse von zuletzt 11,2 auf 20 Milliarden Euro steigern.

Wichtiger als der Umsatz sei ohnehin, dass die Rentabilitätsziele erfüllt werden, sagte Eder. „Die EBITDA-Marge von 14 Prozent könnte schon etwas früher als 2020/21 erreicht werden“, sagte der Manager. 2014/15 lag sie bei 13,7 Prozent.

Die Absatzflaute der Automobilhersteller in China macht dem Voestalpine-Chef derzeit keine Sorgen. „Wir sind durch nichts betroffen, das China-Geschäft läuft wie geplant.“ Auch wenn die Automobilindustrie deutliche Abstriche machen müsste, sei die Produktion dort in den nächsten zwei Jahren abgesichert.

In Europa spüre der Konzern eine ungebrochen starke Nachfrage aus der Automobilbranche. „Nach Gesprächen mit den Hauptkunden in den vergangenen Tagen erwarten wir ein Europa jedenfalls bis Kalenderjahresende keine Änderung des Abnahmeverhaltens“, so Eder. (APA, Reuters, 26.8.2015)

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