Androsch: Wachstum gibt es nur bei Arbeitslosigkeit und Staatsschulden

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Quelle: Unzensuriert

Nach der Schelte von Hannes Androsch wird Bundeskanzler Werner Faymann das gemeinsame Lachen mit seinem Parteifreund wohl vergehen. Foto: SPÖ Presse und Kommunikation / Wikimedia (CC BY-SA 3.0)

Nach der Schelte von Hannes Androsch wird Bundeskanzler Werner Faymann das gemeinsame Lachen mit seinem Parteifreund wohl vergehen.
Foto: SPÖ Presse und Kommunikation / Wikimedia (CC BY-SA 3.0)

Die einzigen Wachstumsbereiche seien eine Zunahme der Arbeitslosigkeit, Staatsschulden, Arbeitskosten und Vorschriften sowie die bürokratischen Hindernisse. Investitionen stockten und der Export schwächle. Bei der Bildung drohe ein Waterloo. Diese Aussage stammt nicht etwa vom freiheitlichen Klubobmann HC Strache, der auf diese Versäumnisse der Bundesregierung schon oft aufmerksam machte, sondern von einem der prominentesten Sozialdemokraten: Hannes Androsch. Im Klub der Wirtschaftsjournalistenteilte der ehemalige Vizekanzler und Finanzminister kräftig aus, erteilte Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) und Vizekanzler Reinhold Mitterlehner (ÖVP) eine regelrechte Lehrstunde.

Feiertagsreden bei Maiaufmärschen

Als die SPÖ am 21. April 2013 für ihre Granden Hannes Androsch und Karl Blecha ein Geburtstagsfest organisierten, lachten Faymann und Androsch (im Bild) noch ausgelassen. Seither ist einiges Geschehen. Nicht nur die Jahre sind vergangen, sondern auch die Möglichkeiten, wirksame Maßnahmen gegen die steigende Arbeitslosigkeit und für den Wirtschaftsstandort Österreich zu setzen. Das Plakatieren allein, dass die SPÖ die Partei der Arbeit sei und Feiertagsreden bei den Maiaufmärschen nützten wenig. 420.000 Menschen sind ohne Job und täglich werden es mehr. Aber die Regierung rede alles schön und bete alles gesund, wie Androsch es am Donnerstag vor den Wirtschaftsjournalisten ausdrückte.

Kreditverweigerung von den Banken

„Wir befinden uns im achten Jahr der Krise“, erinnerte Androsch im Klub der Wirtschaftspublizisten. Bald habe man eine „lost decade“ ohne Wachstum und Veränderung hinter sich. Obwohl die Zinsen gleich null sind, würden die Banken kaum Kredite vergeben. Es sei leichter gewesen, die millionenschwere Finanzierung für den chinesischen AT&S-Standort Chongqing aufzustellen als 30 Millionen Euro für seine Gesundheitshotels in Österreich. Ein ihm bekannter Naschmarkt-Standler habe einen Kredit über 400.000 Euro nicht bekommen, erzählte Androsch. „Wenn das keine Kreditklemme ist, dann halt eine Kreditverweigerung.“

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